{"id":42,"date":"2019-04-03T18:50:43","date_gmt":"2019-04-03T18:50:43","guid":{"rendered":"http:\/\/cantare-et-sonare.de\/?page_id=42"},"modified":"2026-03-18T16:48:11","modified_gmt":"2026-03-18T16:48:11","slug":"links","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/cantare-et-sonare.de\/?page_id=42","title":{"rendered":"Videos"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Silvesterkonzert Xanten 2023 Kurzfassung\" width=\"525\" height=\"295\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/nGutXnVtBRo?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"H\u00f6xter Chor 2023\" width=\"525\" height=\"295\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/nWxXamHUW4g?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/nWxXamHUW4g\">https:\/\/youtu.be\/nWxXamHUW4g<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Licht und Ursprung - die Rosa Mystica an St. Mari\u00e4 Himmelfahrt Wesel\" width=\"525\" height=\"295\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/1rap5KU0X7g?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Licht und Ursprung<\/strong><br><strong>Die<\/strong> <strong>Rosa Mystica<\/strong> <strong>an der<\/strong> <strong>St. Mari\u00e4 Himmelfahrt Wesel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Komposition in Bild und Ton<\/strong><br><strong>von Otfried Jaeger und Willem Winschuh<\/strong><br><strong>Mit Texten von Heike Molitor<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">_______________________________________<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#0034a4\"><strong>Eine Betrachtung von IvJ<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nun stehe ich vor der St. Mari\u00e4 Himmelfahrt in Wesel, deren neogotisches Portal sich gleichsam mahnend an den von Prof. Rudolf Schwarz geschaffenen Nachkriegsbau schmiegt. Ich z\u00e4hle die Fenster der Rosette an der Westwand, geschaffen im Jahr 1952 vom Weseler Architekten Theo Jaeger (1927-2009). Es sind 22 Rundfenster an der Zahl, die als <strong>Rosa Mystica<\/strong> in ihrem sakralen Farbspiel die Geschichte des Heilsgeschehens mitten ins Zentrum der Stadt Wesel setzen. Um ein gro\u00dfes zentrales Rosenfenster reihen sich ringf\u00f6rmig 21 weitere Rosettenfenster in drei Radien.<\/p>\n\n\n\n<p>So f\u00fchrt und das k\u00fcnstlerisch geschaffene Westfenster der Kirche St. Mari\u00e4 Himmelfahrt Wesel gedanklich zu den gro\u00dfen Kirchen und Kathedralen der Romanik und Gotik.<\/p>\n\n\n\n<p>Die symbolhafte Zahl 7 findet sich hier wieder: Die Kreise der sieben Freuden und sieben Schmerzen Marias seien hier gemeint, so lese ich in dem Buch <em><strong>St. Maria Himmelfahrt Wesel<\/strong><\/em>. Wie mag die Rosa Mystica vom Kirchenraum aus wirken, wenn das Licht von au\u00dfen in den archaischen, Basilika-f\u00f6rmigen Bau einf\u00e4llt?<\/p>\n\n\n\n<p>Das wird deutlich, wenn wir das Gesamt-Kunst-Werk von Otfried Jaeger und Willem Winschuh n\u00e4her betrachten und in das Werk <strong>Licht und Ursprung<\/strong> \u201eeintauchen\u201c:<\/p>\n\n\n\n<p>Direkt zu Beginn des Films betreten wir den Kirchenraum mit 11 h\u00f6rbaren Schritten, wobei sich vorab das Licht der Rosette im Fu\u00dfboden widerspiegelt, bevor die Rosette zu leuchten beginnt in den Farben Gelb, Rot und Blau.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Licht und Ursprung<\/strong> ist eine gro\u00dfartige Hommage an eben diese <em>Rosa Mystica<\/em> der in der Nachkriegszeit erbauten Kirche St. Mari\u00e4 Himmelfahrt in ihrer schlichten und bestechenden Wirkung.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Werk von Otfried Jaeger und Willem Winschuh besteht aus 11 Themenkreisen, die eindrucksvolle Textimpulse von Heike Molitor mit zutiefst eindringlichen und tiefgr\u00fcndigen Orgelimprovisationen Winschuhs und bisweilen auch mit Chorgesang vom Kammerchor Rheinland <em><strong>Cantare et Sonare<\/strong><\/em>verbinden. Damit verbunden ist das imposante Film-Kunstwerk von Jaeger, das zu einem kreativen Dialog zwischen Wort, Ton- und Bildsprache f\u00fchrt. Alt- und neutestamentliche Texte werden so h\u00f6rbar und veranschaulicht:<\/p>\n\n\n\n<p>Vom Warten auf das heilbringende Licht durch den Erl\u00f6ser Jesus Christus, von der Jungfrau Maria als Auserw\u00e4hlte, die durch ihr <strong>Ja<\/strong> uns den Heiland als Erl\u00f6ser geboren hat, dem sie als Mutter auch in seinen abgrundtiefen Zeiten zur Seite steht. Von der Begegnung mit Simeon im Tempel, vom Garten Gethsemane, dem Ort, in dem Jesus in gro\u00dfer Angst und Not betete, vom Leidensweg Christi, <strong>V<\/strong><em><strong>ia Dolorosa<\/strong><\/em>und <em><strong>Golgota<\/strong><\/em> dem Ort (H\u00fcgel zu Jerusalem) der Kreuzigung und des Todes Jesu, bis hin zu der Auferstehung und dem ewigen Leben und schlie\u00dflich von der Sendung des Heiligen Geistes.<\/p>\n\n\n\n<p>Heike Molitor gelingt es, die Fragen der Menschheit nach dem heilbringenden Licht im christlichen Glauben aufzuwerfen und zu beleuchten. Die poetischen Texte bestechen in ihrer Pr\u00e4gnanz. Unterlegt werden diese Textdichtungen mit dem Aufleuchten der Kirchenrosette in ihren eindrucksvollen filmischen Szenen und Klangnuancen der Orgel. Lichtstrahlen symbolisieren das heilbringende Licht, das auf die Dunkelheit folgt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Frau und der Drache<\/strong> beginnt mit meditativen Orgelkl\u00e4ngen, die sich langsam verdichten. Hier ist die Offenbarung des Johannes gemeint, der Kampf der Frau gegen den Drachen. Parallel zur Orgelimprovisation zeigt sich ein \u201eUrgestein\u201c, das nebelartig den Raum verh\u00fcllt und schlie\u00dflich den Kirchenraum zu erkennen gibt. Die Orgelkl\u00e4nge \u201ef\u00fchlen sich an\u201c wie ein Suchen im Dunkeln. Die Musik bleibt in Kooperation zum bewegten Bild. Winschuh f\u00fcgt einen Ausschnitt eines Choralsatzes in seine Improvisation ein; dieser strahlt Zuversicht aus und besticht in seiner Schlichtheit. Zudem deutet dieser die Erwartung des heilbringenden Lichts an. Das Leuchten der Rose spiegelt sich schlie\u00dflich in den Oberton-Kl\u00e4ngen wider. Wunderbar gelingt Winschuh und Jaeger eine synchrone Ton-Bild-Sprache, die in ihrer Vielschichtigkeit ihresgleichen sucht! \u00dcberraschend folgt das Kirchenlied \u201eSagt an, wer ist doch diese\u201c, gesungen als Chorsatz vom <em><strong>Kammerchor Rheinland<\/strong><\/em> <em><strong>Cantare et Sonare<\/strong><\/em>. Das schlichte Lied verehrt Maria als die \u201ereinste Rose\u201c, und schl\u00e4gt wiederum den Bogen zur Rosa Mystica. So einfach und ergreifend der Kantionalsatz von Winschuh gesetzt ist, so schlicht und sch\u00f6n musiziert der Chor unter dessen Leitung und unterstreicht damit die Aussage zu den in Szene gesetzten Rosettenfenstern: Maria im Glanz des Lichtes.<\/p>\n\n\n\n<p>In <strong>Erwartung <\/strong>improvisiert Benedict Jaeger, Sch\u00fcler Willem Winschuhs, zur Thematik \u201eErwartung\u201c. Seine sensibel angelegte und gekonnt ausgef\u00fchrte Improvisation f\u00fcr Orgel \u00fcber die O-Antiphon \u201eHerr, send herab uns deinen Sohn, die V\u00f6lker harren lange schon\u201c stellt uns die lange Zeit des Wartens auf den Messias vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem \u201e\u2026 und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus\u201c liegt das Lied <strong>Maria durch ein Dornwald<\/strong> zugrunde. Heike Molitor rezitiert zu dem Text zu einer W\u00fcstenlandschaft in Graut\u00f6nen, die von einer verh\u00fcllten Frau durchwandert wird. Die Weite ist eindrucksvoll, aber auch ebenso be\u00e4ngstigend. Dazu erklingt eine orientalische Melodie auf der Traversfl\u00f6te (Monika Seiler). Warum eine orientalische Weise, mag man fragen? Winschuh schickt dem Kirchen-Lied \u201eMaria durch ein Dornwald ging\u201c diese eindrucksvolle Melodie voraus. Diese erinnert daran, dass wir uns im Nahen Osten befinden. Die Fl\u00f6te klagt, wie die <em>ney<\/em> des Orients, eine Schilfrohrfl\u00f6te. Sie vermittelt Weite des Raumes, Weite der W\u00fcste. Auch werden die Tonh\u00f6hen von der versierten Traversfl\u00f6tistin Monika Seiler bewusst etwas zu hoch oder zu tief intoniert, umspielen somit den eigentlichen Klang, wodurch das Ganze dann tats\u00e4chlich \u201eorientalisch\u201c anmutet. Monika Seiler interpretiert mit ihrer ganzen Musikalit\u00e4t und Spielfreude diese kleine Cantilene von Willem.<\/p>\n\n\n\n<p>Wunderbar ist dann das \u00fcberraschende Einsetzen des Chores, dessen Satz ebenfalls von Willem Winschuh arrangiert wurde. Dabei mischen sich ganz leise und vereinzelt \u201emoderne Kl\u00e4nge\u201c in das volkst\u00fcmlich Lied. Dazu werden pr\u00e4gnante Bilder der Rosette gezeigt, die die W\u00fcste vergolden und leuchten lassen. Dem Lied wird ein orientalisches Fl\u00f6ten-Solo eingeschoben, das wiederum von einer W\u00fcstenlandschaft umrahmt wird. In der letzte Strophe \u201eDa haben die Dornen Rosen getragen\u201c erscheinen wei\u00dfe Wildrosen, die sich zum Schluss in das Leuchten der goldenen Mittelrose der Rosette verwandeln:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnd aufgebl\u00fcht war die Rose, ein Strahlen inmitten der tiefsten Schatten. Das Kind war in der Welt.\u201c Die Erwartung wurde erf\u00fcllt! Maria in Erwartung &#8211; \u201ewir in Erwartung des Wunders!\u201c (H. Molitor). Der Prophet Simeon erkennt den Heiland, den Lichtbringer! Seine Weissagung treibt Dornen in Marias Herz&#8230; Mit dem unterlegten Choralzitat \u201eWie sch\u00f6n leuchtet der Morgenstern\u201c tritt wiederrum die Botschaft des heilbringenden Lichtes f\u00fcr die V\u00f6lker hervor.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Garten <strong>Gethsemane <\/strong>wird hier zun\u00e4chst mit schwarz wei\u00dfen Baumst\u00e4mmen und nacktem Ge\u00e4st dargestellt, die in ihrer Gr\u00f6\u00dfe hoch aufragen, ohne Laub. Nur St\u00e4mme, \u00c4ste und Zweige sind zu sehen. Eine Filmszene zu Jesus in aussichtsloser Angst. Sie korrespondiert mit Worten H. Molitors. Pl\u00f6tzlich erklingen tiefe getragene Orgelkl\u00e4nge, Lieget\u00f6ne, die geschichtet werden. Dar\u00fcber erhebt sich eine feine Melodie aus \u201eNeuen Kl\u00e4ngen\u201c. Die Affekte der Trauer, des Leids sind hier nachgesp\u00fcrt. Dazu zeigt sich zaghaft hier und da das Leuchten der gelben Rosette wie ein Lichtblick \u2013 aber auch der Judas-Kuss in einem abrupten Cluster.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eVater, lass&#8216; den Kelch an mir vor\u00fcber gehen!\u201c scheinen hier die Worte Jesu zu sagen. Dazu das Dunkel des Waldes, die Orgelimprovisation, die den Choral \u201eWas mein Gott will, das geschieh allzeit.\u201c zitiert. Und bei all der Dunkelheit erscheint dennoch das noch zaghafte Leuchten einer Kerze, die Licht in die B\u00e4ume wirft. Vielleicht hier schon die Hoffnung auf Erl\u00f6sung&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Es folgt der steinige Weg, <strong>Via Dolorosa. <\/strong>Molitors Text zeigt eine bewegende Reflexion des Schmerzensweges Jesu auf. Sein Weg \u00fcber Ger\u00f6ll und Stein, das schwere Kreuz auf den Schultern, das St\u00fcrzen, das Erbarmen eines Gn\u00e4digen, der ihm das Kreuz abnimmt, die weinenden Frauen am Wege. Die Verspottung durch die Menge. \u201eSein letzter Weg, voller Elend.\u201c Hier werden von Jaeger und Winschuh in Bild und Ton Momente eingesetzt, die den Weg und die \u201eStolpersteine\u201c, die unendliche B\u00fcrde Jesu versinnbildlichen und auch deutlich werden lassen. Die Ostinati zeigen die Weg-Schritte Jesu, die der H\u00f6rer wahrnimmt und mitverfolgt, gleichsam mit-be-schreiten l\u00e4sst. Liegekl\u00e4nge in Verbund mit clusterartigen Schichtungen mischen sich im \u201ePassionsspiel\u201c der farbig bewegenden Bilder wieder. Einf\u00fchlsam und zeitgleich zeigt Jaeger den Steinboden der Mari\u00e4 Himmelfahrt in Bewegung und unterstreicht so die Weg-Beschreitung. Die Rosette erscheint, als werfe sie Sternenschweife. Dann wiederum ist der gesamte Kirchen-Raum in schwarz-wei\u00df getaucht, nur die Rosette l\u00e4sst Licht durchdringen. Ein langes Klang-Clustergebilde am Schluss! Dunkel. Ausatmen. Vakuum. Todesstille.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stabat Mater <\/strong>wird mit der Kreuzigungs-Gruppe des barocken Bildhauers Gabriel Grupello (um 1717) eingeleitet. Das Licht erscheint in einem weichen Violett als Farbe des \u00dcbergangs. Die Schatten der Gruppe leuchten auf der Wand der Apsis. Maria ist bei ihrem Sohn, durchleidet Jesu&#8216; Schmerzen als ihre eigenen, weicht nicht von ihrem Sohn! \u201eBei-stehen\u201c, so benennt es Heike Molitor: Sehr eindringlich erklingt nun <strong>Christi Mutter stand mit Schmerzen<\/strong>. Aufgew\u00fchlte, aber auch meditative Kl\u00e4nge der Orgel reflektieren die Schmerzen Mariens. Im Kolorit und Figuration dieser Kl\u00e4nge scheint das Kirchenlied wie ganz von ferne kurz aufzuleuchten. In fortf\u00fchrender Improvisation zeigt sich das Antlitz des gekreuzigten Jesus: \u201eEin Schwert wird deine Seele durchdringen.\u201c (Prophet Simeon) Ruhige Kl\u00e4nge, Hoffnung hervorrufend, schlie\u00dfen sich an und mit ihnen das schon hoffnungsvolle Licht der Rosette, die die Grupello Gruppe nochmals aufleuchten l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>In <strong>Pieta<\/strong> wird die Mutter Maria als <strong>Maria Dolorosa<\/strong> beschrieben, die ihren vom Kreuz abgenommenen Sohn noch einmal in den Armen h\u00e4lt. Heike Molitor findet treffende Worte, die ber\u00fchren. An dieser Stelle erklingt nochmals eine Solo-Fl\u00f6te in orientalischer Manier von Willem Winschuh. Die Melodie zur Pieta dr\u00fcckt Schmerz und Leiden aus, assoziiert Einsamkeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auferstehung<\/strong> beginnt mit einer meditativen Orgelimprovisation Willem Winschuhs und Dave Tschorz. Hierzu wird ein Fels eingeblendet, der an das verschlossene Grab erinnert. Raum und Zeit scheinen stehen zu bleiben. Die Rosette wird in warmem Licht eingeblendet. Modale Tonarten dienen zun\u00e4chst als Grundlage der Improvisation. Fast unmerklich mischt sich der Klang des Saxophons ein. Immer eindringlicher wird die Verschmelzung von Orgelkl\u00e4ngen und Saxophon-Melodie. Die anf\u00e4ngliche Vorsicht und Zartheit verdichtet sich zur Gewissheit, zum Freudenruf: Der Herr ist auferstanden! Beeindruckend, wie Willem Winschuh und Dave Tschorz eine Steigerung zu den Bildern der Rosette und des Kirchenraumes von Otfried Jaeger schaffen. Wunderbar gelingt ein Dialog zwischen Orgel und Saxophon! Es zeigt sehr eindrucksvoll, wie sehr es den beiden Musikern gelingt, aufeinander eingehen, was alles andere als selbstverst\u00e4ndlich ist! Virtuos und m\u00e4chtig wird der Kirchenraum ausgef\u00fcllt mit der eindringlichen Improvisation der beiden Musiker! Abgestimmt auf die Duo-Improvisation zeigt sich das \u201eheilbringende Licht\u201c der Rosette in all seiner Strahlkraft!<\/p>\n\n\n\n<p>Pfingstfragen formuliert Heike Molitor so, dass diese zum Nachdenken anregen. Was ist der heilige Geist? Ein Feuer der Liebe? Das G\u00f6ttliche in seiner Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Es erklingt eine gro\u00dfe Improvisation, die wiederum Orgel und Saxophon verschmelzen lassen. Die Kl\u00e4nge steigern sich ins virtuos Euphorische, Licht der Rosette dazu und dann tausend Lichter von Kerzen, die den Heiligen Geist symbolisieren. Toccaten-artige Kl\u00e4nge der Orgel f\u00fcllen den Raum, dar\u00fcber erhebt sich \u201ejubelnd\u201c die Melodie des Saxophons.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Gemeinschaftskunstwerk ist eine gro\u00dfartiges Dokument! Es zeigt nicht nur die Geschichte der Christenheit auf, sondern auch die Geschichte einer katholischen Kirche in Wesel, die bereits im 12. Jahrhundert mit dem Bau einer Dominikaner Klosterkirche begann. In seiner Vielschichtigkeit sucht dieses Gesamtkunstwerk seinesgleichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schluss schlie\u00dft sich der Kreis: Die Schritte, wie zu Beginn, scheinen den Raum nun zu verlassen. Das Geh\u00f6rte, das Gesehene aber wird mitgenommen und bleibt im Herzen!<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Autorin:<\/p>\n\n\n\n<p>Isabel v. Jakubowski wurde in Wesel geboren. Sie studierte Klavier an der <em>Hochschule f\u00fcr Musik Theater <\/em>in Hannover, an der <em>Ecole Normale de Musique Alfred Cortot <\/em>in Paris und am Institut <em>Musici Artis <\/em>in Br\u00fcssel. Zu ihren Lehrern z\u00e4hlten Aquiles Delle-Vigne (Arrau Sch\u00fcler), Karlheinz K\u00e4mmerling und Martin D\u00f6rrie. Kammermusikalisch erhielt sie Unterricht bei dem Cellisten Michael Flaksman in Mannheim.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Folkwang Hochschule Essen-Werden absolvierte sie ein Schulmusik-Studium. Viele Kammermusikalische Konzerte f\u00fchrten sie ins Ausland, wo sie auch Musik der Gegenwart urauff\u00fchrte. I. v. J. arbeitet als Musik- und Kunstp\u00e4dagogin. Sie konzertiert kammermusikalisch und solistisch.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code><\/code><\/pre>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>https:\/\/youtu.be\/nWxXamHUW4g Licht und UrsprungDie Rosa Mystica an der St. Mari\u00e4 Himmelfahrt Wesel Komposition in Bild und Tonvon Otfried Jaeger und Willem WinschuhMit Texten von Heike Molitor _______________________________________ Eine Betrachtung von IvJ Nun stehe ich vor der St. Mari\u00e4 Himmelfahrt in Wesel, deren neogotisches Portal sich gleichsam mahnend an den von Prof. Rudolf Schwarz geschaffenen Nachkriegsbau &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/cantare-et-sonare.de\/?page_id=42\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eVideos\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-42","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/cantare-et-sonare.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/42","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/cantare-et-sonare.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/cantare-et-sonare.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cantare-et-sonare.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cantare-et-sonare.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/cantare-et-sonare.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/42\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":892,"href":"https:\/\/cantare-et-sonare.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/42\/revisions\/892"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/cantare-et-sonare.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}